Mieke Senftleben, bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, teilt mit:
„Bereits im Frühjahr dieses Jahres hat Senator Zöllner zugesagt, die erforderlichen haushaltswirtschaftlichen Vorbereitungen zur Absicherung des Schuljahrs 2008/09 zu treffen und die entsprechenden Verträge für den Einsatz von Schulhelfern zu erarbeiten.
Dass jetzt – fünf Monate später – die Hausaufgaben wieder einmal nicht gemacht sind und 150 Schüler und Schülerinnen mit besonderem Förderbedarf keine Unterstützung beim Schulbesuch haben und damit faktisch dem Unterricht fernbleiben müssen, ist ein Skandal! Außerhalb des Scheinwerferlichts und ohne entsprechende Unterstützung durch eine einflussreiche Lobby wird den Schwächsten der Schwachen eine Schlamperei des Senats zugemutet, für die es keinen sachlichen Grund wie z.B. die Verkürzung von finanziellen Mitteln gibt, sondern die ausschließlich vom Senat hausgemacht ist.
Schon vor Beginn des letzten Schulhalbjahres zog der Senat immer mehr Schulhelfer für autistische Kinder ab. In der Folge konnten die betroffenen Kinder nur noch stundenweise und in einzelnen Fällen überhaupt nicht mehr am Unterricht teilnehmen. Perspektivisch will der Senat die abgezogenen Schulhelfer durch fachfremde und in dieser hochspeziellen Tätigkeit weder erfahrene noch dafür geeignete Personen aus dem Überhang ersetzen, die kurzzeitig geschult werden sollen.
Berlin verfügt jedoch über ein qualitativ sehr gut entwickeltes und für Kinder mit den verschiedensten Formen sonderpädagogischen Förderbedarfs unentbehrliches System von Schulhelfern, das ohne Not zerschlagen werden soll. Mit diesem Vorgehen missachtet der Senat nicht nur die speziellen Erfordernisse insbesondere von autistischen Kindern, sondern stellt sie zusätzlich noch schlechter.“
Pressemitteilung vom 02.09.2008
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